Triest: James Joyce und andere Highlights

Stadt der Winde, schreibt Veit Heinichen, der hier wohnhafte deutsche Krimiautor, der seine Liebe zu Triest und der Umgebung in seinen Krimis aus der Karstregion zum Ausdruck bringt. Aber auch Sitz der Generali Versicherung, die omnipräsent erscheint. Stadt des Kaffees, durch  das alteingesessene Unternehmen Illy.  Stadt der Dichter und Denker, wie James Joyce, der sich hier inspirieren ließ. Stadt der vielen Kulturen und Schmelztiegel der Nationen. Wer Triest als simple oberitalienische Hafenstadt abtut, irrt gewaltig.

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Auf dem Molo Audace listet eine Windrose die für Triest bedeutsamen Winde auf: Maestrale, Scirocco, Libeccio, Grecale und die Bora. In „Triest: Stadt der Winde“ erzählt Veit Heinichen, dass diese Menschen aus allen Himmelrichtungen in die Hafenstadt geweht hätten. So auch James Joyce, damals. Er lebte hier mit Nora Barnacle und den Kindern, unterrichtete Englisch und frühstückte jeden Tag in der Pasticceria Caffè Pirona.

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James Joyce Statue in Triest

https://www.facebook.com/pasticceria.pirona/

Im Joyce Museum, erfährt man die Details seines Lebens und Wirkens in Triest:

https://www.facebook.com/pg/MuseoSvevoJoyce/about/?ref=page_internal

Aber die Hauptstadt Friaul – Julisch Venetiens bietet noch viel mehr: Imposante Bauten der K&K Monarchie, das habsburgische Flair, vermischt mit italienischem Chic und slowenischen Einflüssen, vereint in einem Mittelmeerhafen.

Neben den üblichen Sehenswürdigkeiten, wie Castello Miramare, Piazza dell´Unitá d´Italia, Cattedrale di San Giusto, Teatro Romano usw. (findet ihr alles in Tripadvisor) empfiehlt sich ein Spaziergang durch das ehemalige jüdische Ghetto.

Das jüdische Ghetto von Triest befindet sich hinter Piazza Unità D’Italia. Von der Piazza della Borsa, ursprünglich dem Kern der Stadt, kommt man durch Via Portizza zu einem Gewirr von engen Gassen. Antiquitätenläden und andere Geschäfte, Kunstgalerien säumen diese Gassen der Altstadt, manchmal finden Trödelmärkte statt.

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Tipp: Geht bis hinauf zur Cattedrale die San Giusto. Dort hat man eine tolle Aussicht.

 

Die gesamte Altstadt von Triest ist spannend und bietet an jeder Ecke quirliges Leben und Künstlerdarbietungen.

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Kontrastprogramm: Die kurze Fahrt mit der alten Trambahn hinauf nach Opicina bietet blühende Natur im Karst. Unbedingt ausprobieren und dort spazieren gehen!

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Ich habe gelesen, dass sie derzeit renoviert wird und Ersatzbusse fahren. Hoffentlich ist sie bald wieder im Einsatz.

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Mein Tipp zum Übernachten ist ein schönes, kleines B&B, modernes Design in altem Palais: House 5

http://www.house5.it/

Man parkt in einer öffentlichen Garage in der Nähe.

Es gibt aber auch ein „James Joyce Hotel“. Da dürfte der Schriftsteller aber nicht gewohnt haben, er lebte in Triest  in der Via San Nicolo 30.

Die beste Pizzeria liegt recht versteckt in einer kleinen Gasse. Ein Besuch in diesem Lokal mit dem Charme und der Einrichtung der 60er Jahre lohnt sich aber wirklich: La Napa, Via Antonio Caccia, 3, 34129 Trieste

http://www.pizzerialanapa.it/

Ein weiteres Highlight ist das Café San Marco, das eigentlich eine Kombination aus Wiener Kaffeehaus – Atmosphäre und Buchladen ist. Inmitten von Bücherregalen stehen Sitzecken und Ledersofas, laden zum gemütlichen Verweilen und Schmökern bei Kaffee und Kuchen ein, oder abends zu einem Glas Wein und ein paar Oliven. Das Café befindet sich in der Nähe des B&B House 5.

http://www.caffesanmarcotrieste.eu/

Die besten und frischesten Calamari, gegrillt mit Knoblauch und Bratkartoffeln gibt es in der Osteria Istriano, direkt am Hafen:

http://www.osteriaistriano.com/

Typisch für die Kartsregion sind sogenannte Osmize, diese kleinen bäuerlichen Lokale haben nur begrenzte Zeiten geöffnet und entsprechen den Besenwirtschaften oder Heurigen, bzw. Buschenschänken. Die Bauern können ihre Produkte vorübergehend steuerfrei verkaufen. Verkauft werden hauptsächlich Schinken, Wurst, Käse, Brot, Bratkartoffeln, Wein und Most. Welche Osmize wann geöffnet haben, kann man sich per Newsletter senden lassen:

http://www.osmize.com/newsletter

Oder man achtet auf die ausgesteckten Laubzweige.

Sonst noch:

Empfehlenswert: Ausflüge nach Grado (ca. 1 Std 10 min mit dem Auto) oder Palmanova.

Hier findet einmal im Jahr ein Cosplay Festival statt. Das wussten wir jedoch nicht, kamen nur zufällig genau zu diesem Zeitpunkt dort hin und wunderten uns erst mal, weil ein bis zu den Zähnen bewaffneter Rambo an uns vorbei lief. Wir staunten nicht schlecht: Menschen verkleiden sich als Fabel- oder Sagenwesen, Mangas, von Batman bis Schneewittchen. Sie posieren, wandeln und zeigen sich – sehr bizarr, aber lustig. Am Ende gibt es auch eine Prämierung der besten Kostüme. Eintritt ist frei und das Ganze spielt sich vor der Kulisse der historischen Altstadt auf der Piazza Grande ab. Veranstalter NovaLudica, The Game Fortress.

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https://www.facebook.com/novaludica/

http://www.epicos.it/CNC/

Aber auch ohne dieses Spektakel ist Palmanova einen Stop wert und in knapp einer Autostunde von Triest aus zu erreichen.

 

 

 

 

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